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„Keine Chance für Rattenfänger”

Wanderausstellung informiert über Extremismus


Wanderausstellung Extremismus
Die Wanderausstellung
Die neu aufbereitete Wanderausstellung „Unsere Demokratie schützen … Verfassungsschutz gegen Extremismus” gibt einen Überblick über die aktuellen Strukturen, Strategien und Argumente sowie über die Erscheinungsformen und Werbemethoden sowohl des Rechts- als auch des Linksextremismus.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt beim Rechtsextremismus, dessen Erscheinungsbild sich in den letzten Jahren grundlegend verjüngt hat. Dominierten bis Mitte der achtziger Jahre noch rückwärtsgewandte und kriegsfixierte ältere Rechtsextremisten, so hat sich seitdem eine Jugendszene herausgebildet, die über eine eigene Symbolik, einen eigenen Verständigungscode und über ein breitgefächertes mediales Angebot verfügt. Der Besucher erhält Einblick in die Aktivitäten von Skinheads, neonazistischen Kameradschaften und autonomen Nationalisten. Einen besonderen Stellenwert erhalten die Versuche der Rechtsextremisten, Jugendliche über rechte Musik oder über Aktivitäten im Internet für sich zu gewinnen.

Die Wanderausstellung beleuchtet aber auch den Linksextremismus. Denn beide Extreme haben Gemeinsamkeiten: Sie verfügen über ein geschlossenes Weltbild, das die Welt holzschnittartig in Gut und Böse einteilt und keine Differenzierung zulässt. Individuelle Freiheitsrechte und die Menschenwürde werden einem Kollektiv untergeordnet. So zeigt die Ausstellung ebenso die Gewaltbereitschaft von linken Autonomen und die Versuche von linksextremistischen Parteien, „das System” letztlich zu überwinden.

„Helfen wir, dass Demokratie als etwas Positives erlebt wird”, sagte Innenminister Uwe Schünemann anlässlich der Ausstellungseröffnung im Januar dieses Jahres in Steinfeld. „Dann verliert extremistisches Gedankengut an Anziehungskraft, und die Rattenfänger von heute haben keine Chance.”

Die nächsten Termine:

• Bremen – Haus der Wissenschaft, 19. April bis 7. Mai 2010

• Lüchow – Berufsbildende Schule, 31. Mai bis 11. Juni 2010

Mehr unter www.verfassungsschutz.niedersachsen.de. Dort finden Sie auch Informationen zu Führungen oder zum Buchen der Ausstellung, weitere Termine sowie ein PDF der Ausstellungsbroschüre zum Herunterladen.

Heinke Liere

ReformZeit 1 / März 2010

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