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Das Studieninstitut Niedersachsen zieht positive Bilanz

Verwaltungsreform – Nein danke...? Diese Auffassung kann das Studieninstitut in Niedersachsen (SiN) überhaupt nicht bestätigen. Das offensichtliche Fortbildungsinteresse gerade in den Bereichen Personal- und Organisationsentwicklung und Betriebswirtschaftlicher Steuerung lässt das SiN wieder auf ein überaus arbeitsreiches Jahr zurückblicken.

Die Zahl der Veranstaltungen konnte 1998 auf über 200 und damit gegenüber 1997 um 150 Prozent gesteigert werden (1997 waren es 85 Veranstaltungen). 1996 lag die Zahl der Veranstaltungen gerade mal bei 67, also einem Drittel der 1998 angebotenen. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stieg ebenfalls gewaltig an: von 1.421 im Jahr 1997 auf 3.104 im letzten Jahr. Jedoch konnten trotz dieser Zunahme lediglich zwei Drittel der Anmeldungen berücksichtigt werden.

Bereits 1998 zeichnete sich ab, dass sich immer mehr Bedienstete aus der Justiz-, Hochschul- und Finanzverwaltung sowie Polizeibedienstete für Veranstaltungen des SiN interessieren. Dieser Trend hält an. Insgesamt rechnet das Studieninstitut für 1999 mit einem weiteren Anstieg der Teilnehmerzahlen, da das Angebot nochmals auf jetzt 232 Veranstaltungen erweitert wurde und viele neue Veranstaltungen den Entwicklungen im Rahmen der Staatsmodernisierung Rechnung tragen. Schon jetzt hat das bereits Mitte Oktober 1998 in die Dienststellen versandte Fortbildungsprogramm für das laufende Jahr eine Anmeldeflut auf das bisher personell und räumlich noch immer unveränderte SiN ausgelöst. Bis Mitte Februar sind bereits 4.570 Anmeldungen eingegangen.

Im Bereich Ausbildung hat das SiN gemeinsam mit den Studieninstituten für Kommunale Verwaltung in Oldenburg, Braunschweig und Hannover viel getan, um insbesondere in den klassischen Ausbildungs- und Aufstiegslehrgängen – mittlerer Dienst, Angestelltenlehrgänge I und II – neue und zukunftsweisende Inhalte unterzubringen. Unter Ausweitung des Stundenrahmens stehen hier vermehrt betriebswirtschaftliche Inhalte auf dem Lehrplan; ebenso wird der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen mehr Raum gegeben. Startschuss für den Beginn der neuen Lehrgänge ist der 1. August 1999.

Veränderungen gibt es auch bei der Ausbildung der Verwaltungsfachangestellten, hier liegt allerdings die Rahmenkompetenz beim Bund. Die Einwirkungsmöglichkeiten des Landes und der Kommunen zur Weiterentwicklung dieses Ausbildungsganges beschränken sich auf die Neukonzeption des dienstbegleitenden Unterrichts.

ReformZeit Nr. 1/ März 1999

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