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Konzept zur Neuausrichtung der Landesschulbehörde

Landesschulbehörde
Das Behördenzentrum in Lüneburg ist derzeit Sitz der Landesschulbehörde. Das Kabinett hat nun ein Eckpunktepapier zu deren Neuausrichtung beschlossen. Für eine möglichst dezentrale Aufgabenwahrnehmung soll es künftig vier Regionalabteilungen und ne
Das Kabinett hat bei seiner Klausurtagung ein Eckpunktepapier zur Neuausrichtung der Landesschulbehörde beschlossen. Danach soll die neue Niedersächsische Landesschulbehörde noch stärker als eine Dienstleistungsbehörde aufgestellt werden, die die eigenverantwortlichen Schulen bei der Erfüllung ihres Bildungsauftrages unterstützt und soweit erforderlich von Verwaltungsaufgaben entlastet.

In Abstimmung mit dem Kultusministerium hatte das für die Verwaltungsmodernisierung zuständige Innenministerium zuvor einen externen Berater damit beauftragt, eine Konzeption für die Aufgaben, Arbeit und Struktur der Landesschulbehörde unter Berücksichtigung der Erfahrungen und Erfordernisse der Eigenverantwortlichen Schule und des MK zu entwickeln. Auf der Grundlage dieses Berichts und der Rückmeldungen dazu wurden nun die Aufgaben, Stellenbedarfe und die Organisationsstruktur konkretisiert.

Unter anderem machte der Prüfbericht deutlich, dass eine zentralisierte Aufgabenwahrnehmung allein den Anforderungen nicht genügt, die in einem Flächenland an eine moderne Schulverwaltung gestellt werden. An den bestehenden Standorten Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Osnabrück sollen daher Regionalabteilungen der neuen Niedersächsischen Landesschulbehörde eingerichtet werden. Entscheidungswege werden auf diese Weise verkürzt, und Schulträger haben einen in der Region verankerten Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis.

Für die Schulaufsicht über Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen sollen neun Außenstellen erhalten bleiben. Die Regionalabteilungen und die Außenstellen bieten die schulpsychologische Beratung an.

Die Standorte der Außenstellen wurden nach den Kriterien Erreichbarkeit und Leistungsfähigkeit ausgewählt. So soll die Fahrtzeit zwischen Schule und Außenstelle in der Regel nicht mehr als 60 Minuten betragen. Die schulfachlichen Dezernate sollen jeweils mindestens mit vier Dezernenten besetzt sein, damit die Leistungsfähigkeit unter anderem hinsichtlich der gegenseitigen Vertretung und des fachlichen Austauschs gegeben ist.

Mit insgesamt 654 Vollzeitstellen wird die Niedersächsische Landesschulbehörde künftig ausgestattet sein, 59 weniger als bislang. Davon entfallen 580 Stellen auf den schulfachlichen und Verwaltungsbereich und weitere 74 Stellen stehen für das pädagogisch-psychologische Beratungs- und Unterstützungssystem zur Verfügung.

Heinke Liere

ReformZeit 1 / März 2010

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