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Schulentwicklungsberatung komplettiert Angebot der Landesschulbehörde

Auch in Niedersachen haben jetzt Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter ihre Arbeit in den Schulen aufgenommen. Hier heißen sie Schulentwicklungsberater und haben ähnliche Aufgaben wie die Prozessbegleiter in den deutschen Auslandsschulen.

"Die Berater haben eine einjährige Qualifizierungsphase hinter sich”, sagt Hermann Schulze, in der Landesschulbehörde mit Sitz in Lüneburg für schulformübergreifende Angelegenheiten zuständig. "Bereits während der Ausbildung haben sie ihr operatives Geschäft aufgenommen.” Die 30 frischgebackenen Beraterinnen und Berater sind an vier Standorten im Land verteilt und können von den Schulen angefordert werden. "Die Schulen können selbst entscheiden, ob sie Beratung vom Land möchten oder sich lieber auf dem freien Markt umsehen wollen.” Das Angebot der Landesschulbehörde ist allerdings für die Schulen kostenlos. Mit Priorität sollen zunächst einmal die Schulen zum Zuge kommen, die nach der Schulinspektion einen Bedarf für sich festgestellt haben oder sogar nachinspiziert werden müssen. Mit langen Wartezeiten muss man aber trotzdem nicht rechnen, denn "zurzeit werden bereits 300 Schulen von den Schulentwicklungsberatern begleitet”, schätzt Hermann Schulze. Natürlich wird auch die Arbeit der Beraterinnen und Berater nach geraumer Zeit evaluiert werden. Aber schon jetzt habe eine Studie einer Schweizer Firma den Nutzen von Prozessberatung für Schulen bewiesen: "Schulen, die Schulentwicklungsberater in Anspruch nehmen, sind nach Aussage der Studie erfolgreicher”, sagt Schulze. Erwartungen und Rollen seien den Akteuren bewusster; Verbesserungen werden systematischer angegangen. Das wirke sich positiv auf andere Bereiche der Schule aus. Die Landesschulbehörde hat damit ihr Angebot für die Schulen im Land weiter verbessert. Darüber hinaus gibt es Fachberaterinnen und -berater, die sich allgemein und schulformbezogen um Unterrichtsqualität kümmern, sowie die Trainerinnen und Trainer für Unterrichtsqualität bzw. Methodik.

Birgit Freudenthal

ReformZeit 1 / März 2009

Eine Niedersächsin in Athen

Deutsche Schulen gibt es weltweit. Die Zentralstelle für das Deutsche Auslandsschulwesen ist für das Schulmanagement zuständig und unterstützt auch das Pädagogische Qualitätsmanagement. Zehn Prozessbegleiter sind seit dem Schuljahr 2008/09 weltweit im Einsatz, darunter Hiltrud Koch aus Hannover.

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