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Akademien

Eine Akademie ist keine Hochschule und nicht wie z.B. Fachhochschulen dem Landeshochschulgesetz unterworfen. Die Träger, in der Regel Industrie- und Handelskammern, Unternehmensverbände, Gemeinden oder Länder, vereinzelt auch private Unternehmen und Verbände, haben ein stärkeres Direktionsrecht, was den Studieninhalt bzw. die Ausgestaltung des Lehrplans angeht, der flexibel auf die Bedürfnisse der abnehmenden Organisationen zugeschnitten wird.

Akademien sind der Idee der dualen Abiturientenausbildung verpflichtet; jungen Menschen mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife soll eine praxisnahe und dennoch wissenschaftlich fundierte hochschulähnliche Ausbildung auf hohem Niveau ermöglicht werden. Praxisphasen in Betrieb oder Verwaltung wechseln sich daher mit Theoriephasen ab. Die Abschlüsse sind keine akademischen Grade, sondern staatliche Abschlussbezeichnungen. Die Wurzeln des Akademiewesens reichen zurück bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts.

Eine Renaissance erlebte der Akademiegedanke in Baden-Württemberg zur Zeit der 1970er Jahre. Seitdem verstärkter Ausbau von Berufsakademien, nach der Wiedervereinigung auch in den neuen Bundesländern.

Birgit Freudenthal
ReformZeit Nr. 1/ März 2006

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